Schnelle Onboarding-Prozesse für neue Vertriebskanäle
In einer Zeit, in der neue Vertriebskanäle im E-Commerce wie Pilze aus dem Boden schiessen, stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Produktdaten effizient und konsistent über alle Kanäle hinweg bereitzustellen. Marketplaces wie Amazon, Galaxus, Otto oder Brack bieten enorme Reichweiten – aber auch strikte Anforderungen an die Datenqualität und -struktur. Wer hier nicht vorbereitet ist, verliert wertvolle Zeit beim Onboarding. Die Lösung:
Ein leistungsfähiges Product Information Management (PIM)
Herausforderungen beim Marketplace-Onboarding
Der Einstieg in einen neuen Marktplatz klingt einfach: Produktdaten hochladen, Preis festlegen, verkaufen. Doch in der Praxis sieht das anders aus:
- Unterschiedliche Anforderungen an Produktdatenformate
- Pflichtfelder, die bei jedem Marktplatz variieren
- Medien (Bilder, Videos), die in bestimmter Qualität und Anzahl bereitgestellt werden müssen
- Attribute und Kategorien, die exakt getroffen werden müssen
- Technische Schnittstellen, die bedient werden wollen
Das manuelle Aufbereiten von Produktdaten für jeden einzelnen Marktplatz ist fehleranfällig, zeitaufwändig und schwer skalierbar. Die Menge an Artikel und somit die Auswahl für den Endkunden sind auf Marketplaces schier endlos. Galaxus zählt bereits über 1000 Händler und bietet fast 8 Millionen Artikel an. Um einen Kunden von dem eigenen Produkt zu überzeugen, braucht es also eine absolut perfekte Erscheinung.
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PIM meistert die Anforderungen
Ein PIM-System zentralisiert alle produktbezogenen Informationen – egal ob Texte, technische Daten, Bilder, Videos oder Marketingtexte. Damit wird das PIM zur Datenzentrale, aus der heraus alle Kanäle konsistent und automatisiert bedient werden können.
Konkret bringt das folgende Vorteile für das Marketplace-Onboarding:
1. Schnellere Time-to-Market
Einmal strukturierte und angereicherte Produktdaten im PIM können direkt für neue Marktplätze adaptiert und ausgespielt werden – ohne erneute manuelle Eingriffe.
2. Datenqualität und -konsistenz
Ein PIM sorgt dafür, dass alle Pflichtfelder vollständig und korrekt gepflegt sind – kanalübergreifend. Das reduziert Rückfragen von Marktplatzbetreibern und beschleunigt den Live-Gang.
3. Automatisierte Exporte und Mapping
Mit den richtigen Schnittstellen (z. B. via Middleware oder direkte API) lassen sich Exporte zu Galaxus & Co. automatisieren – inklusive regelbasiertem Attribut-Mapping auf die jeweiligen Anforderungen.
4. Zentrale Steuerung aller Vertriebskanäle
Ob Print-Katalog, eigener Onlineshop oder Marktplätze: Alle Kanäle greifen auf die gleichen Daten zu. Das reduziert Inkonsistenzen und den Pflegeaufwand drastisch.
5. Skalierbarkeit für künftige Kanäle
Wer mit einem PIM arbeitet, kann schnell auf neue Trends reagieren. Der nächste Marketplace oder App-Store ist nur noch ein Konnektor entfernt – nicht mehr Wochen an Datenpflege.
Best Practice: Galaxus & Amazon – Wie ein PIM-System den Unterschied macht
Amazon: Datenqualität als Ranking-Faktor
Amazon ist nicht nur der grösste Online-Marktplatz weltweit, sondern auch einer der anspruchsvollsten, wenn es um Produktdaten geht. Um Sichtbarkeit und Conversion zu erzielen, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:
- Produkttitel: Klar strukturiert, keyword-optimiert und je nach Kategorie formatiert (z. B. Marke + Produkttyp + Variante).
- Bullet Points: Kurz, präzise und nutzenorientiert – oft fünf Pflichtangaben.
- Produktbeschreibung: Optional mit HTML-Formatierung und A+ Content (Enhanced Brand Content) für Markeninhaber.
- Bilder: Mindestanforderungen an Auflösung, Anzahl und Hintergrund.
- Kategorisierung: Exakte Zuordnung zur richtigen Amazon-Kategorie (Browse Tree).
- Technische Attribute: Müssen exakt befüllt sein, um in der Suche berücksichtigt zu werden.
Mit einem PIM-System lassen sich diese Anforderungen regelbasiert abbilden – inklusive Amazon-spezifischer Templates, automatischer Bildzuordnung und Validierung vor dem Export. Auch die Anbindung an Feed-Engines oder Direktschnittstellen (z. B. via API oder Middleware wie ChannelEngine, Tradebyte) ist standardisiert möglich.
Galaxus: Struktur schlägt Storytelling
Galaxus, als grösster Schweizer Onlinehändler, verfolgt einen anderen, aber nicht weniger anspruchsvollen Ansatz. Hier steht strukturiertes, klassifiziertes und technisches Produktwissen im Vordergrund:
- Kategorisierung & Klassifikation: Galaxus arbeitet mit detaillierten Taxonomien und erwartet eine präzise Einordnung.
- Technische Spezifikationen: Die Produktdaten werden automatisiert analysiert – unklare oder fehlende Werte führen zu Rückfragen oder Ablehnung.
- Mehrsprachigkeit: Für den Schweizer Markt sind Produktinformationen auf Deutsch und Französisch verpflichtend, oft auch Italienisch.
- Produktbeziehungen: Zubehör, Alternativen, Varianten – alles muss sauber gepflegt sein.
- Bilder & Medien: Technisch exakt benannt, korrekte Reihenfolge, passende Zoomstufen.
Auch hier hilft ein PIM, um etwa:
- automatisiert passende Werte aus ERP/DAM-Systemen zu mappen,
- länderspezifische Sprachvarianten vorzuhalten,
- Datenqualität über Validierungsregeln sicherzustellen,
- Medien intelligent zu verknüpfen.
Fazit
Ein leistungsstarkes PIM-System ist weit mehr als ein interner Datencontainer – es ist ein strategisches Tool für den schnellen und nachhaltigen Eintritt in neue Vertriebskanäle. Wer mit Galaxus, Amazon oder anderen Marktplätzen skalieren will, kommt an einem professionellen Datenmanagement nicht vorbei.
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